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Der Umbau dieses Einfamilienhauses im Winterthurer Eigenheimquartier zeigt, wie relativ kleine Eingriffe grosse Wirkung und ein neues Wohngefühl erzeugen können.


Herausforderung

Mehr Offenheit

Das Eigenheimquartier in Winterthur ist eine charaktervolle Siedlung, die ab den 1920er-Jahren im Geist der Gartenstadtbewegung entstanden ist; die Bewegung stand für erschwingliches Wohneigentum, grosszügige Gärten und eine klare architektonische Struktur. 


Der Grundriss im Erdgeschoss des Hauses entsprachen aber nicht mehr den Wohnbedürfnissen der Besitzer. Ziel des Umbaus war es, mehr Offenheit und Wohnqualität zu schaffen, ohne den Charakter des Hauses zu stark zu verändern.


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Vorgehen

Den Bestand lesen

Im Zentrum stand der sorgfältige Umgang mit dem Bestehenden. Welche Strukturen tragen den Raum? Wo lassen sich Enge und Trennung auflösen, ohne die Identität des denkmalgeschützten Hauses zu verlieren? Diese präzise Analyse bildete die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen – gestalterisch wie funktional.


Weniger Wände – mehr Offenheit

Im Erdgeschoss wurden Wände gezielt entfernt und durch eine neue raumbildende Struktur ersetzt. So entstand ein zusammenhängender, offener Wohnbereich, der dennoch klare Zonen definiert. Die neue Küche wurde individuell auf die Bewohnenden abgestimmt und harmonisch in das Raumgefüge integriert – als Teil des Wohnens, nicht als gestalterischer Solitär.


Ruhige Grundstimmung – effektvolle Farbakzente

Material- und Farbwahl spielten eine zentrale Rolle. Der neue Parkettboden verleiht dem Erdgeschoss eine ruhige, zeitlose Grundstimmung. Die Toilette wurde mit gezielten farblichen Akzenten einfach, aber effektvoll aufgewertet; ein kleiner Eingriff mit grosser Wirkung.

 

Im Ober- und Dachgeschoss erhielten die Zimmer neue Linoleumböden sowie Wandfarben, die auf Nutzung und Stimmung abgestimmt sind. Jeder Raum wurde individuell gedacht, ohne den Gesamtzusammenhang aus den Augen zu verlieren.


Wirkung

Gleiche Grösse – mehr Grösszügigkeit

Hier entstand Offenheit nicht durch Grösse, sondern durch klare Strukturen, gute Proportionen, durchdachte Farbgebung und eine ruhige Ordnung. Materialien, Farben und Übergänge sind so gewählt, dass sie den Alltag tragen und langfristig Bestand haben. Das Resultat ist ein modernes, offenes Zuhause und eine harmonische Fortschreibung einer ehrwürdigen Haus- und Quartiergeschichte.



Bauherrschaft: privat
Auftrag: direkt
Fertigstellung: 2025
Fotografie: Michael Haug
 

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