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Ein Um- und Anbau haben dem Einfamilienhaus in Wiesendangen neue Wohnqualität verliehen und den totsanierten Charme des Holzbaus wiederbelebt.


Herausforderung

Ein Holzbau im Verborgenen

Dieses Einfamilienhaus in Wiesendangen wurde von der jungen Besitzerfamilie von den Eltern übernommen und sollte auf die Bedürfnisse der neuen Generation angepasst werden.


Die bestehende Eternitfassade liess kaum erkennen, dass es sich um ein Holzbau handelt. Der ursprüngliche Charakter des Hauses war nach aussen wie nach innen weitgehend verdeckt.


Der Wunsch der jungen Familie war es, durch einen Anbau zusätzlichen Wohnraum zu schaffen sowie Küche, Bad und sämtliche Oberflächen zu modernisieren und den ursprünglichen Charakter des Hauses freizulegen. Aufgrund der mangelhaften Dämmung des Holzhauses sollte ausserdem eine energetische Sanierung vorgenommen werden.


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Vorgehen

Anbauen aus dem Bestand heraus

Der zusätzliche Platzbedarf wurde durch einen zweigeschossigen Anbau an der Westseite gelöst. Im Untergeschoss ist ein Büro entstanden, da obere Geschoss erweitert den Wohnraum. Der Anbau wurde konsequent als Holzelementbau ausgeführt und mit Zellulosefasern gedämmt – in direkter Beziehung zum bestehenden Holzbau.


Sichtbar machen statt verbergen

Im Innern wurde bewusst mit Durchsichten gearbeitet. Ziel war es, zwischen Küche und Esszimmer die charmante Riegelstruktur sichtbar zu machen, die auch an weiteren Stellen im Haus von der Entstehungsgeschichte des Hauses erzählen.


Atmungsaktiver Putz

Alle Innenwände wurden fachgerecht mit einen atmungsaktiven Kalkputz versehen – gerade für Holzbauten ein wichtiger Punkt, um Wände nachhaltig zu schützen. So verbinden sich natürliche Materialien mit einem gesunden Raumklima und einer ruhigen, zeitlosen Atmosphäre.


Vom Eternit zurück zum Holz

Die gesamte Fassade des bestehenden Hausteils wurde vom Eternit befreit, mit einer neuen Holzverkleidung versehen und mit Schwedenfarbe gestrichen. Als kleine Spielerei wurde zur Unterscheidung von Alt und Neu die Holzverschalung einmal längs und einmal quer angebracht.

 

Alle Wände wurde zudem aufgedoppelt und mit Zellulosefasern isoliert. Die Beheizung beider Gebäudeteile erfolgt über eine Wärmepumpe mit Erdsonde und unterstützt den ganzheitlichen Anspruch an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.


Wirkung

Mehr Raum und Identität

Heute zeigt sich wieder die wahre Natur des Hauses: ein Holzbau mit Charakter. Der zusätzliche Wohnraum entstand durch den Anbau wie selbstverständlich aus dem bestehenden Haus heraus. Mit der neuen Holzfassade wurde das Gebäude nicht nur energetisch verbessert, sondern auch zu seinem Ursprung zurückgeführt.

 

Umbau und Anbau greifen dabei harmonisch ineinander und schreiben die Geschichte des Hauses weiter – mit natürlichen Materialien, neuer Klarheit und offenem Blick in die Zukunft.



Bauherrschaft: privat
Auftrag: direkt
Fertigstellung: 2023
Fotografie: Michael Haug
 

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